
Das Gründerteam der Walnut Planet GmbH
Heute freuen wir uns ganz besonders, das Gründerteam der Walnut Planet GmbH im Interview zu begrüßen. Im Gespräch erzählen sie uns, wie aus einer Idee ein europäisches Agrarprojekt mit Zukunft wurde, das ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Wachstum miteinander verbindet.
Das innovative Unternehmen, Walnut Planet, mit Sitz in Pfäffikon SZ (Schweiz) hat sich zum Ziel gesetzt, Europas führender Produzent von Chandler-Walnüssen zu werden – mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Technologie und regionale Wertschöpfung.
Walnut Planet wurde im Jahr 2020 gegründet und gehört zur Walnut Planet GmbH mit Sitz in Pfäffikon SZ. Bereits vor der offiziellen Gründung bewirtschafteten wir rund 30 Hektar Walnussplantagen in Serbien – 2022 kam eine weitere Fläche von 20 Hektar in der Türkei hinzu. Auf dieser Erfahrung bauen wir auf und erweitern unser Plantagennetzwerk seither kontinuierlich in mehreren europäischen Ländern.
Wie groß ist Ihr Team?Unser Kernteam besteht aus drei Gründern sowie mehreren Mitarbeitenden in der Schweiz in den Bereichen Marketing, IT und Investor Relations. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit einem Netzwerk erfahrener Agronomen, Bodenkundler und regionaler Betriebsleiter zusammen. Insgesamt sind heute bereits mehrere Dutzend Fachkräfte an unseren europäischen Standorten tätig.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Walnuss-Plantagen zu betreiben?Europa importiert rund 80 % seines Walnussbedarfs, obwohl die Nachfrage stetig steigt. Diese Marktlücke – kombiniert mit unserer Leidenschaft für nachhaltige Landwirtschaft – hat uns zur Idee geführt, Europas führenden Produzenten von Chandler-Walnüssen aufzubauen.
Mladjan und Ufuk stammen beide aus Familien, die seit Generationen in der Landwirtschaft aktiv sind – mit Kulturen wie Walnüssen, Oliven, Pistazien und Haselnüssen. Diese familiäre Erfahrung und Leidenschaft für den Anbau hochwertiger Naturprodukte waren ein wichtiger Antrieb für die Gründung von Walnut Planet.
Was wollen Sie durch Ihre Plantagen bewirken?Wir möchten zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Unser Ziel ist es, gesunde Lebensmittel regional zu produzieren, Arbeitsplätze in ländlichen Regionen zu schaffen und gleichzeitig ökologische Werte wie Bodengesundheit und CO₂-Bindung zu fördern.
Darüber hinaus wollen wir einen Beitrag zur Bekämpfung von Nahrungsmittelknappheit leisten, Europa unabhängiger von Lieferanten aus Übersee machen und den aktuell rund 80 %igen Importanteil bei Walnüssen deutlich reduzieren – durch den Aufbau einer starken, regionalen Produktion in Europa.
Wie genau wird Biodiversität gefördert?Unsere Plantagen werden zu 100 % biologisch bewirtschaftet – ohne Pestizide oder synthetische Düngemittel. Durch natürliche Bodenpflege, dauerhafte Begrünung und den gezielten Aufbau von Humus fördern wir die Bodenfruchtbarkeit und schaffen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere.
Sie bieten auch Kapitalanlagen an – warum?Ja, wir ermöglichen Anlegern den Zugang zu einer realen, nachhaltigen Sachwertanlage. Viele Menschen suchen Alternativen zu volatilen Finanzmärkten – wir bieten ihnen die Möglichkeit, direkt an der Wertschöpfung aus einer wachstumsstarken Agrarproduktion teilzuhaben.
Wie funktioniert das Investment-Modell konkret?Der Investor pachtet von uns bewirtschaftete Flächen mit Chandler-Walnussbäumen und erhält jedes Jahr eine Ernteauszahlung aus dem Verkauf der Walnüsse. Walnut Planet übernimmt dabei die gesamte Bewirtschaftung, Pflege und Vermarktung der Plantagen. Ein kleiner Teil des jährlichen Ertrags verbleibt bei Walnut Planet, um die laufenden Bewirtschaftungs- und Betriebskosten zu decken.
Welchen Anteil der Kosten trägt ihr vs. der Investor?Risiken wie Ernteausfälle, Naturkatastrophen oder Marktpreisschwankungen werden durch Versicherungen, langfristige Abnahmeverträge und unsere Ersatzgarantie minimiert. Bei einem Ernteausfall wird die Vertragslaufzeit automatisch verlängert, bis die geplante Ertragsmenge erreicht ist.
Wie genau können Investoren den Zustand ihrer Pflanzung verfolgen?Über unsere digitale Plattform können die Investoren in naher Zukunft jederzeit Daten zu Bodenfeuchte, Nährstoffgehalt, Erntefortschritt und CO₂-Bilanz einsehen. Sensorik und KI-basierte Systeme liefern Live-Informationen über das Wachstum ihrer Bäume.
Wo überall auf der Welt haben Sie Plantagen?Aktuell betreiben wir Plantagen in Serbien und der Türkei. Weitere Flächen entstehen in Frankreich, Rumänien und Georgien. Bis 2030 wollen wir über 355 Hektar bewirtschaften.
Welche Rolle spielen Sensorik, KI und andere Technologien?Unsere Plantagen sind mit digitalen Sensoren ausgestattet, die Bodenfeuchte, Temperatur und Nährstoffe messen. KI-gestützte Systeme steuern die Bewässerung präzise und ressourcenschonend. So sichern wir stabile Erträge und volle Transparenz für Investoren.
Wie profitieren lokale Gemeinden oder Arbeitskräfte vor Ort?Wir schaffen langfristige, stabile Arbeitsplätze in ländlichen Regionen und fördern lokale Wertschöpfungsketten. Alle unsere Betriebe arbeiten mit regionalen Teams und bevorzugen nachhaltige Beschaffung vor Ort.
Was ist Ihnen beim Anbau besonders wichtig?Gesunde Böden, biologische Vielfalt und ressourcenschonende Prozesse. Wir setzen auf organische Landwirtschaft, humusreiche Böden und eine Produktion, die Klima und Umwelt stärkt.
Was sind Ihre langfristigen Ziele?Bis 2030 wollen wir der grösste Produzent von Chandler-Walnüssen in Europa werden und gleichzeitig ein Vorzeigemodell für nachhaltige, technologiegestützte Landwirtschaft etablieren. Darüber hinaus möchten wir ein alternatives Investmentmodell anbieten, das es Menschen ermöglicht, durch reale, sinnstiftende Werte ein langfristiges und passives Einkommen zu generieren.
Was bedeuten Ihnen die Walnuss-Plantagen persönlich?Sie sind für uns mehr als ein Geschäftsmodell – sie verbinden Natur, Technologie und Verantwortung. Jede Pflanzung steht für unseren Glauben an eine Landwirtschaft, die Menschen, Investoren und Umwelt gleichermaßen profitieren lässt. Gleichzeitig knüpfen wir damit an die Arbeit unserer Vorfahren an, die seit Generationen in der Landwirtschaft tätig waren. Dieses Erbe wollen wir fortführen und mit moderner Technologie weiterentwickeln, um etwas Nachhaltiges zu schaffen, das auch zukünftigen Generationen zugutekommt.



