Unternehmer:innen im Portrait | Interview
Florian Kreuzeder
Foto: Privat

Florian Kreuzeder, Eiscafé Kreuzeder

Die Süße Tra­di­tion und das Erbe des Eis­ma­chens

Vom ur­sprüng­li­chen Traum sei­nes Groß­va­ters bis zur fort­wäh­ren­den Vi­sion, Eis­lieb­ha­bern Freude zu be­rei­ten: Flo­rian Kreu­ze­der steht an der Spitze eines der tra­di­ti­ons­reichs­ten Eis­ca­fés. Wäh­rend er stolz das Erbe sei­ner Fa­mi­lie fort­s­etzt, hat Flo­rian auch einen Blick für In­no­va­tion und Um­welt­schutz.

In einem of­fe­nen Ge­spräch er­zählt er uns von der Ent­ste­hung neuer Eis­sor­ten, den Be­son­der­hei­ten sei­nes Fa­mi­li­en­be­triebs und warum ge­rade Fa­mi­lien sich bei ihm be­son­ders wohl­füh­len. Neh­men Sie sich einen Mo­ment Zeit und tau­chen Sie mit uns ein in die süße Welt von Flo­rian Kreu­ze­der.

Herr Kreuzeder, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Eiscafé in Holzöster am See zu eröffnen?

Die Idee selbst kam von meinem Großvater, Ferdinand Kreuzeder, im Jahr 1970. Der gelernte Bäcker und Konditor sah sich um neue Geschäftsmodelle um und kam so zu dem Entschluss, eine Eiscafe- Milchbar zu eröffnen. Es gab hauptsächlich Speiseeis, Milchshakes und Mehlspeisen. Ich habe heuer im Januar 2023 die Firma von meinem Vater, Eugen Kreuzeder,  übernommen.

Ihr Eiscafé ist für sein hausgemachtes Eis bekannt. Wie entwickeln Sie neue Eissorten und was inspiriert Sie dabei?

Neue Eissorten entstehen oft spontan und ungeplant. Manche Sorten entstehen schon lange vorher im Kopf, bis wir sie das erste Mal testen. So zum Beispiel unser Popcorn Karamell Eis. Es gibt hier keine Faustregel, um kreativ zu sein. So manche neue Eiskreation wächst auch im eigenen Garten. So haben wir bereits Nashi Birnen Eis oder Ribisel Eis zubereitet.

»Neue Eissorten entstehen oft spontan und ungeplant.«Welche Eissorte würden Sie persönlich als Ihre Lieblingskreation bezeichnen und warum?

Ich habe keinen wirklichen Favoriten, jedoch sind mir Milcheissorten generell lieber als Fruchteis. Ich würde sagen, hierbei hat jeder Mensch seine Vorlieben.

Mit über 30 Eissorten, darunter auch besondere Raritäten wie Apfel- und Mohneis, wie sorgen Sie dafür, dass die Qualität und Frische jeder Sorte stets gewährleistet sind?

Da wir nur eine kleine Verkaufsvitrine haben und vor allem bei Schönwetter täglich Eis produzieren, tauschen wir unsere Sorten mehrmals täglich. So bieten wir unseren Gästen Vanille, Schokolade, Zitrone & Erdbeere als Stamm Sorten an, und die restlichen Sorten wechseln immer wieder durch. Wir achten auf eine Ausgewogenheit von Frucht- und Milcheis Sorten und auch auf die jeweiligen Farben der einzelnen Sorten.

Die Terrasse Ihres Eiscafés ist besonders beliebt. Was glauben Sie, macht diesen Ort so besonders für Ihre Gäste?

Es ist einerseits der Ausblick in die Berge, aber auch die Grünpflanzen rundum laden zum Verweilen ein. Die südliche Lage der Terrasse hat vor allem im Früh- bzw. Spätsommer einen positiven Effekt.

Welche Rolle spielt der freundliche Service in Ihrem Geschäft und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter diesen Standard erfüllen?

Das Wohlergehen unserer Gäste steht für uns an oberster Stelle. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir ein (fast) reiner Familienbetrieb sind und das auch die Gäste spüren. Ich denke, als Familienbetrieb zieht man noch besser an einem Strang und rückt auch in schwierigen Zeiten noch ein Stück weiter zusammen. Ich schätze diesen Zusammenhalt sehr.

Abseits vom Eis bieten Sie auch Snacks und Speisen an. Wie kamen Sie auf die Idee, diese Angebote zu integrieren, und wie wurden sie von Ihren Kunden angenommen?

Die Nachfrage an Jause und kleinen Speisen kam bereits vor über 30 Jahren auf. Wir setzen damals wie heute auf unsere hausgemachten Baguettes, die mit frischen Zutaten belegt werden. Außerdem ergänzen wir unser Speiseangebot mit knackigen Salaten oder regionalen Wurstwaren. Für den größeren Hunger bieten wir auch Pizzen an.

»Wir setzen damals wie heute auf unsere hausgemachten Baguettes, die mit frischen Zutaten belegt werden.«Der Kinderspielplatz ist sicherlich ein Highlight für Familien. Wie wichtig ist es Ihnen, dass das Eiscafé familienfreundlich gestaltet ist?

Familien sind eine große und sehr wichtige Zielgruppe. Wir haben sehr früh dieses Potential erkannt und haben daher einen großzügigen Spielplatz angelegt. Hier fühlen sich auch die Kleinen wohl! Erwähnenswert ist hier auch unser Angebot in Kooperation mit der OÖ Familienkarte. Alle Kindereisbecher sind bei Vorlage der Karte um 1€ günstiger!

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft des Eiscafé Kreuzeder? Gibt es Neuerungen oder Erweiterungen, auf die sich Ihre Gäste freuen können?

Wir planen momentan eine PV Anlage auf unserem Dach. Dadurch können wir unsere Eismaschinen und Kühlungen klimaneutral betreiben. Außerdem wird im oberen Bereich des Gartens das Interieur erneuert.

Zum Abschluss: Was möchten Sie Gästen mitgeben, die Ihr Eiscafé zum ersten Mal besuchen?

Wir empfehlen eine Runde um den idyllischen Holzöstersee zu spazieren. Im Anschluss kann man sich bei uns super stärken. Kinder können sich auf unserem großen Spielplatz austoben, während sich die Eltern bei uns auf der Terrasse entspannen. Von Eis Spezialitäten über Brot, Torten und Mehlspeisen ist bei uns alles hausgemacht. Selbst die Marmeladen für die Torten und Co werden von uns selbst eingekocht. Uns ist es auch ein großes Anliegen beim Einkauf von Produkten wie Mehl, Eier, Milchprodukte und Wurstwaren auf Regionalität zu achten.

»Wir freuen uns auf Ihren Besuch!«
Fakten in Kürze:
Florian Kreuzeder
Standort: Holzöster, Oberösterreich
Branche: Gastronomie
Gründung: 1970
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